Unsere Schmuckstücke werden von unseren Goldschmiedinnen in Handarbeit gefertigt. Alle in unseren Schmuckstücken verwendeten Metalle und Edelsteine sowie die für die Herstellung benötigten Hilfsstoffe sind mit unseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Werten in Übereinstimmung.
Edelmetalle
Fairtrade-zertifiziert
Fairtrade-zertifiziertes Gold stammt aus Minen, die nach dem Fairtrade-Standard zertifiziert sind. Der Standard verfolgt das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Minenarbeiterinnen und Minenarbeiter zu verbessern, ihre Organisationen zu stärken und einen verantwortungsvolleren Goldabbau zu fördern. Dabei geht Fairtrade über die reine Herkunft des Edelmetalls hinaus. Der Standard umfasst wirtschaftliche, soziale und ökologische Anforderungen und begleitet das Gold von der zertifizierten Bergbauorganisation über die weitere Verarbeitung und den Handel bis zum fertigen Produkt.
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Kleingewerblicher Goldbergbau
Ein besonderer Schwerpunkt von Fairtrade liegt auf dem handwerklichen und kleingewerblichen Bergbau, dem sogenannten Artisanal and Small-Scale Mining (ASM). Dieser unterscheidet sich deutlich vom industriellen Bergbau. Die Förderung erfolgt mit einem wesentlich geringeren Technisierungsgrad und ist häufig arbeitsintensiver. Fairtrade setzt hier an, um Bergbauorganisationen zu unterstützen und langfristig bessere wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen.
Mindestpreis und Fairtrade-Prämie
Für Fairtrade-Gold gilt ein Mindestpreis, der sich am internationalen Goldpreis der London Bullion Market Association (LBMA) orientiert. Laut Fairtrade Deutschland liegt die Untergrenze bei 95 Prozent des LBMA-Goldpreises. Zusätzlich erhalten zertifizierte Bergbauorganisationen eine Fairtrade-Prämie. Über die Verwendung dieser zusätzlichen Einnahmen wird gemeinschaftlich entschieden. Sie können beispielsweise in Gesundheitsversorgung, Schulen, Umweltschutz oder Verbesserungen der betrieblichen Abläufe investiert werden.
Arbeits- und Gesundheitsschutz
Der Fairtrade-Goldstandard enthält strenge Vorgaben zu Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit. Dazu gehören unter anderem Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten und Vorgaben zum Umgang mit gefährlichen Chemikalien.
Umwelt und Chemikalien
Fairtrade bedeutet nicht grundsätzlich, dass zertifiziertes Gold vollständig ohne Chemikalien gewonnen wird. Vielmehr gelten konkrete Anforderungen für einen verantwortungsvolleren Umgang und eine Reduzierung der damit verbundenen Risiken für Mensch und Umwelt.
Rückverfolgbarkeit
Ein wesentlicher Unterschied von Fairtrade-zertifiziertem Gold zu konventionellem und Recyclinggold liegt in seiner Rückverfolgbarkeit. Fairtrade-Gold kann physisch von der Mine über die Raffination und Verarbeitung bis zum fertigen Produkt zurückverfolgt werden. Dafür wird es von Gold mit anderer oder unbekannter Herkunft getrennt verarbeitet. Die einzelnen Transaktionen innerhalb der Lieferkette werden dokumentiert und kontrolliert.
Für ein Schmuckstück mit dem Fairtrade-Produktsiegel für Gold muss das darin enthaltene Feingold vollständig Fairtrade-zertifiziert und physisch rückverfolgbar sein. Das Siegel ist damit ein Rohstoffsiegel: Es bezieht sich konkret auf das verwendete Gold und dessen Weg durch die Lieferkette.
Fairtrade-zertifiziertes Gold in der Goldschmiede
Damit ein Produkt entsprechend gekennzeichnet werden darf, gelten nicht nur Anforderungen für die Mine. Auch die beteiligten Akteure innerhalb der Lieferkette müssen die jeweiligen Fairtrade-Vorgaben erfüllen. Das Lizenznehmer-Modell mit beinhaltet Anforderungen an Zertifizierung, Produktfreigabe, Kennzeichnung und Berichterstattung. Die Einhaltung wird durch die unabhängige Zertifizierungsorganisation FLOCERT kontrolliert.
Flussgold aus Deutschland
Gold wird nicht nur in Minen gewonnen. Auch in den Sand- und Kiesablagerungen deutscher Flüsse befinden sich kleinste natürliche Goldpartikel. Dieses Gold hat einen langen Weg hinter sich, bevor es gewonnen und schließlich in unserer Goldschmiede zu einem Schmuckstück verarbeitet werden kann. Wir verarbeiten Rheingold, Donaugold, Elbegold und Isargold.
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Wie kommt das Gold in unsere Flüsse?
Der Ursprung des Flussgoldes liegt in goldführenden Gesteinen und Lagerstätten. Über Jahrmillionen werden Gebirge durch natürliche Prozesse wie Verwitterung, Erosion, Niederschläge und Gletscherbewegungen abgetragen. Dabei lösen sich auch kleinste Goldbestandteile aus dem Gestein. Bäche und Flüsse transportieren diese Partikel anschließend weiter. Auf ihrem langen Weg werden sie durch die Bewegung von Wasser, Sand und Gestein immer weiter zerkleinert.
Beim Rheingold stammt ein großer Teil aus den Alpen. Das Ergebnis sind keine Nuggets, sondern überwiegend winzige, flache Goldflitter. Für 1g unseres Flussgoldes werden ungefähr 250.000 einzelne Goldteilchen benötigt.
Gold als Nebenprodukt der Kiesgewinnung
Das von uns verwendete deutsche Flussgold fällt passiv als Nebenprodukt in Kieswerken an. Dort werden ohnehin Sand und Kies aus den Flussablagerungen gewonnen und für ihre weitere Verwendung sortiert und gereinigt. Innerhalb dieser bestehenden Aufbereitungsprozesse werden Sand, Kies und Wasser weitergetragen, besonders schwere Bestandteile wie Gold bleiben in den Strukturen der Rinne zurück.
Gravimetrische Trennung
Nach der ersten Anreicherung muss das Gold von den zahlreichen anderen Bestandteilen des gewonnenen Schwermineralkonzentrats getrennt werden. Hierfür wird zunächst ein gravimetrisches Verfahren eingesetzt. Durch kontrollierte Bewegungen und Strömungen lassen sich leichtere Bestandteile nach und nach vom schwereren Gold trennen. Das Prinzip ähnelt dem traditionellen Goldwaschen, wird heute jedoch technisch kontrolliert und in größerem Maßstab durchgeführt.
Reinigung des Flussgoldes
Für die weitere Reinigung wird das Gold mit Königswasser behandelt. Dieser Prozess erfolgt in einem geschlossenen technischen System. Königswasser ist ein starkes Säuregemisch, mit dem Gold gelöst und von Begleitstoffen getrennt wird.
Das Ergebnis ist ein natürliches Flussgold mit einem hohen Feingoldanteil. Das von uns verwendete Flussgold besitzt je nach Herkunft und natürlicher Zusammensetzung einen Feingehalt zwischen 924/000 und 960/000.
Der geografische Fingerabdruck
Eine für uns besonders interessante Eigenschaft des Flussgoldes ist sein geografischer Fingerabdruck. Natürliches Gold besteht nicht ausschließlich aus Feingold. Es enthält geringe Mengen weiterer Elemente, deren Zusammensetzung durch die ursprüngliche Lagerstätte und die geologische Umgebung beeinflusst wird. Solange das Flussgold in seiner natürlichen Zusammensetzung erhalten bleibt, kann dieser geochemische Fingerabdruck untersucht und mit seiner geografischen Herkunft in Verbindung gebracht werden.
Dadurch lässt sich unterscheiden, ob ein entsprechendes Gold aus den Ablagerungen von Rhein, Donau, Elbe oder Isar stammt. Für die Rückverfolgbarkeit des Rohstoffs ist diese Eigenschaft besonders wertvoll.
Vom Flussgold zur Legierung
Für die Herstellung eines Schmuckstücks muss das natürliche Flussgold anschließend legiert werden. Durch die gezielte Zugabe weiterer Legierungsmetalle wird der natürliche geografische Fingerabdruck verändert und kann anschließend nicht mehr zur Bestimmung der Herkunft herangezogen werden.
RJC - Zertifiziert
Gold durchläuft auf seinem Weg zum fertigen Schmuckstück zahlreiche Stationen. Von der Gewinnung oder Rückgewinnung über die Raffination und den Handel bis zur Verarbeitung in der Goldschmiede entsteht eine komplexe Lieferkette. Um innerhalb dieser Strukturen verantwortungsvolle Standards und eine nachvollziehbare Herkunft zu fördern, hat der Responsible Jewellery Council (RJC) Standards für die Schmuck- und Uhrenindustrie entwickelt.
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Responsible Jewellery Council
Der Responsible Jewellery Council ist eine internationale Organisation für verantwortungsvolle Standards innerhalb der Schmuck- und Uhrenbranche. Seine Standards beziehen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein.
Die Anforderungen umfassen unter anderem Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz entlang den Lieferketten.
Verhaltenscodex
Der Code of Practice bildet den grundlegenden Standard des RJC. Er definiert Anforderungen an verantwortungsvolle Geschäftspraktiken für Unternehmen innerhalb der Schmuck- und Uhrenbranche. Dazu gehören soziale und ökologische Kriterien ebenso wie Anforderungen an unternehmerische Prozesse sowie die Aufforderung, sich mit Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die Umwelt auseinandersetzen.
Herkunft und Rückverfolgbarkeit des Edelmetalls
Für die Chain of Custody für Gold, Silber und Platinmetalle definiert der RJC Anforderungen, mit denen verantwortungsvoll beschaffte Materialien entlang der Lieferkette getrennt, dokumentiert und zurückverfolgt werden können. Jedes Unternehmen innerhalb einer entsprechenden CoC-Lieferkette muss sicherstellen, dass das Material eindeutig erfasst und seine Weitergabe dokumentiert wird. So entsteht eine kontrollierte Kette vom Ursprung des Materials über seine Verarbeitung bis zum nächsten Unternehmen.
Verantwortung im Materialkreislauf
Die Nutzung von Recyclinggold kommt einer Kreislaufwirtschaft gleich. Bereits vorhandenes Gold kann zurückgewonnen, raffiniert und erneut zu hochwertigen Schmuckstücken verarbeitet werden.
Edelsteine und Perlen
Ökofair - Zertifizierung
Farbedelsteine faszinieren durch ihre Vielfalt. Farbe, Einschlüsse, Struktur und Schliff machen jeden Stein individuell. Doch bevor ein Edelstein Teil eines Schmuckstücks wird, ist er normalerweise durch zahlreiche Hände gegangen. Für uns gehört deshalb nicht nur die Schönheit eines Edelsteins zu seinem Wert, sondern auch die Frage, woher er stammt und unter welchen Bedingungen er gewonnen und verarbeitet wurde.
Unsere ökofairen Farbedelsteine stammen aus Minas Gerais in Brasilien. Dort arbeiten wir seit vielen Jahren direkt mit der Minenbesitzerfamilie Soares zusammen. Die Edelsteine werden von der Familie gefördert und anschließend in der eigenen Schleiferei vor Ort verarbeitet. Ohne Zwischenhandel gelangen die geschliffenen Steine schließlich direkt zu uns nach Deutschland.
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Der Ursprung unserer ökofairen Edelsteine
1999 begann gemeinsam mit der Familie Soares die Konzeption zur Umstrukturierung der Mine und Schleiferei nach ökofairen Kriterien. In den folgenden drei Jahren entwickelten wir zusammen mit der Familie Soares und Prof. Dr. Hermann Wotruba, Professor für Aufbereitung mineralischer Rohstoffe an der RWTH Aachen, ein Konzept für einen ökologisch und sozial verantwortungsvolleren Edelsteinbergbau.
2003 wurden die Mine und die dazugehörige Schleiferei nach diesen Kriterien ökofair zertifiziert. Die Ökofair-Zertifizierung bezieht sich nicht nur auf einen einzelnen Arbeitsschritt. Sie umfasst den gesamten Wertschöpfungsprozess der von der Familie Soares abgebauten und geschliffenen Edelsteine in Minas Gerais.
Verantwortung gegenüber der Umwelt
Die Edelsteine der Familie Soares werden in einer Unter-Tage-Mine gewonnen. Nach den Kriterien der Ökofair-Zertifizierung sind die Auswirkungen dieser Form des Abbaus auf die Landschaft minimal. Auch die Belastung von Boden, Wasser und Luft durch den Abbau wird möglichst gering gehalten. Damit berücksichtigt die Zertifizierung nicht nur die unmittelbare Gewinnung der Edelsteine, sondern auch deren Auswirkungen auf die Umgebung der Mine.
Unser Anspruch besteht dabei nicht darin, Bergbau als vollständig folgenlos darzustellen. Wo Rohstoffe gewonnen werden, findet immer ein Eingriff statt. Für uns geht es deshalb darum, diesen kontrolliert durchzuführen, Auswirkungen zu reduzieren und ökologische Kriterien bereits bei der Gewinnung unserer Materialien zu berücksichtigen.
Unbehandelte Edelsteine
Eine weitere Besonderheit unserer brasilianischen Farbedelsteine ist ihre Natürlichkeit. Unsere ökofairen Edelsteine werden auf keine Weise manipuliert. Damit zeigen die Edelsteine die Eigenschaften, die ihnen die Natur gegeben hat. Unterschiede in Farbe, Struktur und Einschlüssen gehören für uns deshalb ausdrücklich zum Charakter des jeweiligen Steins.
Von der Mine direkt zu uns
Die Familie Soares fördert die Mineralien und verarbeitet sie anschließend in der eigenen Schleiferei zu geschliffenen Edelsteinen. Von dort gelangen die Steine direkt zu uns. Dadurch bleibt die Lieferkette bewusst kurz. Gleichzeitig kennen wir nicht nur das Herkunftsland unserer Edelsteine, sondern die Menschen und das Familienunternehmen, das hinter ihrer Gewinnung und Verarbeitung steht.
Keine Finanzierung von Konflikten
Zur sozialen Verantwortung gehört für uns auch die Frage, welche wirtschaftlichen Strukturen durch den Kauf eines Edelsteins unterstützt werden.
Die Kriterien der Ökofair-Zertifizierung schließen aus, dass durch den Vertrieb der zertifizierten Edelsteine kriegerische Handlungen oder Konflikte finanziert werden. Auch korrupte Machenschaften sollen durch die direkte und nachvollziehbare Lieferkette nicht unterstützt werden.
Der Verzicht auf Zwischenhandel spielt dabei erneut eine wichtige Rolle: Je kürzer und transparenter eine Lieferkette ist, desto besser können die beteiligten Unternehmen und Prozesse nachvollzogen werden.
Tahitiperlen aus Französisch Polynesien
Perlen unterscheiden sich grundlegend von Edelsteinen und Edelmetallen. Sie werden nicht aus Gestein gewonnen oder aus der Erde gefördert, sondern entstehen in einem lebenden Organismus. Ihre Entstehung ist unmittelbar von den Bedingungen des umgebenden Ökosystems abhängig.
Die von uns verwendeten Tahitiperlen stammen von Kamokapearls auf dem Atoll Ahe in Französisch-Polynesien. Das Familienunternehmen verbindet traditionelle Perlenzucht mit einem besonderen Fokus auf den Schutz der Lagune und ihrer natürlichen Ressourcen.
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Herkunft
Die Perlenfarm von Kamoka befindet sich in der Lagune des Ahe-Atolls, rund 500 km nordöstlich von Tahiti. Die abgeschiedene Lage und das nährstoffreiche Wasser schaffen natürliche Bedingungen für die Aufzucht der schwarzlippigen Perlenauster.
Die jungen Austern beginnen ihr Leben zunächst freischwimmend in der Lagune. Kamoka setzt zu geeigneten Zeiten Kollektoren aus, an denen sich die jungen Austern auf natürliche Weise ansiedeln können. Anschließend wachsen sie über drei Jahre in der Lagune heran, bevor sie bereit für ihre erste Perle sind.
Wie entsteht eine Tahitiperle?
Bei Tahitiperlen handelt es sich um Zuchtperlen. Ihre Entstehung wird vom Menschen angestoßen, die eigentliche Perle bildet jedoch die Auster selbst. Vorsichtig wird ein kleiner Kern aus Perlmutt zusammen mit einem Stück Mantelgewebe einer anderen Auster in die Auster eingesetzt. Dieser Arbeitsschritt erfordert viel Erfahrung und Präzision. Anschließend wird die Auster wieder in die Lagune gebracht.
Dort beginnt sie, den eingesetzten Kern mit zahlreichen mikroskopisch dünnen Schichten aus Perlmutt zu überziehen. Über einen langen Zeitraum wächst Schicht für Schicht die spätere Tahitiperle. Ihre endgültige Farbe, Oberfläche, Form und ihr Lüster entstehen dabei durch ein Zusammenspiel aus natürlichen Voraussetzungen und sorgfältiger Perlenzucht. Deshalb gleicht keine Tahitiperle vollständig einer anderen.
Gesundes Ökosystem
Die Qualität einer Perle ist unmittelbar mit der Gesundheit der Auster verbunden und die Gesundheit der Auster wiederum mit der Qualität ihres Lebensraums. Kamoka verfolgt den Ansatz, die Perlenfarm möglichst eng in die natürlichen Umgebung einzubinden. Der Schutz des Ökosystems ist damit nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern bildet gleichzeitig die Grundlage für die langfristige Perlenproduktion.
Reinigung durch Fische
Während die Austern im Wasser heranwachsen, siedeln sich auf ihren Schalen verschiedene Organismen an. Diese müssen regelmäßig entfernt werden, damit die Austern gesund wachsen können.
In der konventionellen Perlenzucht können dafür Hochdruckreiniger eingesetzt werden. Kamoka verzichtet auf diese Methode, da das Abspritzen der Austern Auswirkungen auf das Ökosystem der Lagune hat. Stattdessen übernehmen zahlreiche heimische Fischarten einen Teil der Reinigung und fressen den Bewuchs von den Austernschalen.
Schutzraum für Fische und Korallen
Im Bereich der Perlenfarm wird nicht gefischt. Dadurch hat sich das Farmgebiet gleichzeitig zu einem Rückzugsraum entwickelt, in dem sich Fischpopulationen vermehren können. Der Schutz der Unterwasserbereiche trägt zugleich dazu bei, die umliegenden Korallenriffe zu erhalten. Perlenzucht, Fischpopulation und Lebensraum werden damit nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern als Bestandteile desselben Ökosystems. Die Folge daraus ist ein Anstieg der Fischpopulation und Wasserqualität im Gebiet der Farm.
Erneuerbare Energie und Regenwasser
Auch der Betrieb der Farm selbst ist an die abgelegene Lage des Atolls angepasst. Die benötigte Elektrizität wird durch Solar- und Windenergie erzeugt. Süßwasser ist auf einem Atoll eine begrenzte Ressource. Deshalb sammelt und speichert Kamoka Regenwasser, das anschließend auf der Farm genutzt wird.
Perlmutt als Ressource
Traditionell werden für die Kerne von Zuchtperlen häufig Schalen bestimmter Süßwassermuscheln verwendet. Kamoka hat stattdessen die Verwendung von Perlmuttkernen aus den eigenen gezüchteten Austern entwickelt.
Damit wird ein bereits vorhandenes Material aus der eigenen Perlenproduktion erneut genutzt. Das tahitianischen Service de la Perliculture hat nachgewiesen, dass diese Perlmuttkerne sehr gute Ergebnisse bei der Qualität der entstehenden Perlen erzielen.
Soziale Verantwortung auf der Perlenfarm
Die Mitarbeiter leben und arbeiten auf der abgelegenen Farm gemeinschaftlich. Kamoka zahlt faire Löhne und fördert langfristige Arbeitsverhältnisse und Ausbildungen. Eine geringe Fluktuation ermöglicht es, Erfahrung und Fachwissen innerhalb des kleinen Teams zu erhalten.
CanadaMark Diamanten aus Kanada
Diamanten entstehen tief im Inneren der Erde und gelangen über natürliche geologische Prozesse in Bereiche, in denen sie heute gewonnen werden können. Bevor ein geschliffener Diamant Teil eines Schmuckstücks wird, durchläuft er jedoch zahlreiche Stationen.
Für uns spielt deshalb neben der Qualität eines Diamanten auch seine Herkunft und Rückverfolgbarkeit eine wichtige Rolle. Wir verwenden natürliche CanadaMark-Diamanten aus Kanada, die wir über unseren Partner Kevin Vantyghem beziehen.
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Northwest Territories
CanadaMark-Diamanten stammen aus den Northwest Territories in Kanada. Das Gebiet liegt in einer dünn besiedelten Landschaft nahe des Polarkreises. CanadaMark Diamanten stammen aus den kanadischen Minen Ekati, Diavik und Gahcho Kué.
Was ist CanadaMark?
CanadaMark ist ein Herkunfts- und Rückverfolgbarkeitsprogramm für natürliche kanadische Diamanten. Das System soll sicherstellen, dass ein entsprechend gekennzeichneter Diamant aus einer teilnehmenden Mine stammt. Dabei wird der Diamant von seiner Herkunft bis zum geschliffenen Stein innerhalb einer kontrollierten Lieferkette verfolgt.
Rückverfolgbarkeit
CanadaMark Diamanten sind durch unabhängig Audits von der Ursprungsmine bis zum geschliffenen Stein verfolgt. Dabei bleibt die jeweilige Herkunft innerhalb des Systems dokumentiert. Ein CanadaMark-Diamant erhält eine individuelle Identifikationsnummer. Bei entsprechend zertifizierten Steinen wird diese Nummer auf der Rundiste des Diamanten lasergraviert.
Die Nummer verbindet den physischen Diamanten mit seinen hinterlegten Herkunftsinformationen und ermöglicht damit eine eindeutige Zuordnung.
Umweltstandards im kanadischen Bergbau
Diamantbergbau ist immer mit einem Eingriff in die Natur verbunden. Auch bei kanadischen Diamanten sollte deshalb nicht der Eindruck entstehen, ihre Gewinnung sei ohne ökologische Auswirkungen möglich. Die am CanadaMark-Programm beteiligten Minen unterliegen jedoch den kanadischen gesetzlichen Umweltanforderungen sowie weiteren territorialen und projektspezifischen Regelungen.
Dabei spielen unter anderem Wasser, Abfallmanagement, Landschaft, Tierwelt und die langfristige Entwicklung der Minengebiete eine Rolle. Die Diavik-Mine verfügt über formalisierte Umweltvereinbarungen und Monitoringstrukturen, an denen neben staatlichen Stellen auch indigene Parteien beteiligt sind.
Menschen und indigene Gemeinschaften
Die Diamantminen der Northwest Territories befinden sich in einer Region, in der verschiedene indigene Gemeinschaften leben. CanadaMark hebt deshalb neben Umweltanforderungen auch die soziale Verantwortung der beteiligten Minen hervor. Dazu gehören Beschäftigungs- und Ausbildungsprogramme für Menschen aus dem Norden Kanadas sowie die Zusammenarbeit mit lokalen und indigenen Gemeinschaften. Diese sollen unter anderem Beteiligung, wirtschaftliche Möglichkeiten und eine langfristige Einbindung in die Entwicklung der Region ermöglichen. Auch die Überwachung von Umwelt und Tierwelt wird teilweise unter Beteiligung indigener Gemeinschaften durchgeführt.
Natürlich und unbehandelt
CanadaMark-Diamanten sind natürliche Diamanten. Sie sind damit klar von synthetischen beziehungsweise im Labor hergestellten Diamanten zu unterscheiden. Darüber hinaus schreibt das CanadaMark-Programm vor, dass die zertifizierten Diamanten unbehandelt sind. Ihre natürlichen Eigenschaften wie Farbe und Reinheit werden somit nicht durch nachträgliche technische Verfahren verändert, um eine höhere Qualitätsstufe vorzutäuschen.
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