Was ist die GWÖ?
Die Gemeinwohlökonomie ist ein Führungsstil, der wirtschaftliches Handeln stärker an gesellschaftlichen und ökologischen Werten ausrichtet. Grundlage bilden vier zentrale Werte: Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologie und Transparenz.
Was bedeutet unsere GWÖ-Mitgliedschaft?
Als GWÖ-Mitgliedsunternehmen unterstützen wir die Idee einer Wirtschaft, die neben wirtschaftlicher Stabilität auch soziale und ökologische Auswirkungen berücksichtigt. Die Mitgliedschaft allein ist jedoch noch keine Zertifizierung.
Für uns bedeutet die Mitgliedschaft, dass wir uns bewusst mit den Werten und Zielen der Gemeinwohl-Ökonomie auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen für eine sozial und ökologisch verantwortungsvollere Wirtschaft suchen.
Verantwortung in der Lieferkette
Gold, Silber, Platin, Edelsteine, Diamanten und Perlen haben unterschiedliche Ursprünge und durchlaufen unterschiedliche Wertschöpfungsketten, bevor sie unsere Werkstatt erreichen. Wir betrachtet deshalb unter anderem Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, ökologische Auswirkungen und Transparenz innerhalb der Lieferkette.
Ökologie
Die ökologischen Auswirkungen eines Unternehmens gehen weit über einzelne Produkte hinaus. Die Gemeinwohl-Ökonomie betrachtet deshalb beispielsweise Auswirkungen innerhalb der Lieferkette, den Ressourcenverbrauch des Unternehmens und die ökologischen Folgen seiner Produkte.
Wirtschaftliche Stabilität und Gemeinwohl
Ein Unternehmen muss wirtschaftlich stabil sein, um langfristig Verantwortung übernehmen zu können. Die Gemeinwohl-Ökonomie betrachtet Geld jedoch nicht ausschließlich als Ziel wirtschaftlichen Handelns, sondern auch als Mittel, mit dem gesellschaftliche und unternehmerische Ziele erreicht werden können.
Für eine nachhaltige Unternehmensführung bedeutet dies, wirtschaftliche Entscheidungen langfristig zu betrachten. Investitionen, Wachstum und die Verwendung finanzieller Mittel sollen nicht nur anhand kurzfristiger Gewinne bewertet werden. Wirtschaftliche Stabilität und Verantwortung stehen damit nicht im Widerspruch, sondern bilden gemeinsam die Grundlage für eine langfristige Unternehmensentwicklung.
Transparenz
Ein wichtiger Bestandteil der Gemeinwohl-Ökonomie ist die Transparenz über den eigenen Entwicklungsstand.
Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet nicht, bereits in allen Bereichen die bestmögliche Lösung gefunden zu haben. Entscheidend ist vielmehr, den eigenen Status nachvollziehbar zu erfassen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.
GWÖ-Zertifizierung
Aktuell gehen wir gemeinsam mit der Gemeinwohl-Ökonomie einen weiteren Schritt und arbeiten an einer GWÖ-Zertifizierung für Kleinunternehmen.
Während Zertifizierungen und Standards wie Fairtrade, RJC oder unsere Ökofair-Zertifizierung konkrete Materialien und Lieferketten betreffen, ermöglicht uns die GWÖ einen Blick auf das gesamte Unternehmen.
Nachhaltige Unternehmensführung verstehen wir nicht als abgeschlossenen Zustand. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess, in dem wir unser Handeln überprüfen, weiterentwickeln und Verantwortung für die Auswirkungen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit übernehmen.